Vita
     

Biographie

1961 geboren in Giengen / Brenz
1983 - 84 Studium an der Freien Kunstschule Stuttgart
1984 - 90 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart bei den Professoren Grau, Bachmayer, Haegele
seit 1987 Dozent an der Freien Kunstschule Stuttgart
seit 1992 Mitglied im Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Baden-Württemberg
seit 2000 Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg 
2006/07 Gast- und Vertretungsprofessur an der Hochschule für Kunst und Design Halle, Burg Giebichenstein
seit 2007 Professur an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle
Thomas Heger lebt in Stuttgart und Halle/Saale

 

Preise und Stipendien 

1987 1. Preis der Künstlergilde Ulm
1989 1. Preis der Nürnberger Hypothekenbank Stuttgart 
1990 Preis der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1991 Kunstpreis Ulm / Söflingen
1991 - 93 Atelierstipendium des Landes Baden-Württemberg
1994 Preisträger beim Kunstwettbewerb „Das Musical" 
1995 Fördergabe des Verbandes Bildender Künstler Baden-Württemberg
1997 1. Preis Kunstpreis der KSK Esslingen-Nürtingen
1999 Hans-Helmut Baur-Preis, Kunstmuseum Heidenheim
2003 Stipendium Kavalierhaus Langenargen am Bodensee
2005 1. Preis des Förderkreises Kunstmuseum Heidenheim, Flower Room
2007 Stipendium der Stiftung Bartels Fondation, Basel

 

Kunst am Bau 

1994
1998
1999
2001


2003
2004
2006
2008

Ausbildungscenter der Dresdner Bank, Stuttgart, Eingangsbereich
Südwestbank Stuttgart, Kundenberatungsbereich
Konzeption T-mobile, Stuttgart
Robert-Bosch-Krankenhaus, Abteilung Nukleardiagnostik
Kanzlei Tilp und Kälberer, Berlin
Collosseum Theater, Essen
Sparkasse Donaueschingen
Verband der Baustoffindustrie, Ostfildern/Ruit (Gruppenprojekt)
Kunstmuseum Heidenheim, Flowerroom
Kunst am Bau-Projekt mit Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld

 

Einzelausstellungen (Auswahl)        (K) = Katalog 

1989 Galerie Parterre, Schwäbisch Gmünd
1986/90/93/97 Kunstkabinett, Kirchheim / Teck (K)
1991 Kunstverein Heidenheim
1991/96/98 Galerie Schaller Königsbau, Stuttgart (K)
1993 Städtische Galerie Tuttlingen (K)
1997 Städtische Galerie Ostfildern-Ruit, "Malerei und Graphik", Ostfilder/Ruit
Galerie im Druckhaus, "Bilder",  Waiblingen 
Galerie Kunstkabinett, "Städte und Räume", Kircheim/Teck
1999 Galerie Schlassgoart, "Transparenzen", Luxemburg (K)
2000 Galerie Naumann, "Kristallgärten", Stuttgart
SV-Versicherungen, "Glasuren", Stuttgart
Alexa Jansen Galerie, "lichthaltig", Köln (K)
2001 Galerie Kunstkabinett, "lichthaltig", Kirchheim / Teck (K)
Kunstraum Haerten, Kusterdingen/Tübingen
IFB Braschel AG, Stuttgart/Feuerbach
Galerie der Südwestbank, "lichthaltig", Stuttgart (K)
Galerie Lenk, "wertvoll", Darmstadt (K)
2002 Galerie Ute Brummel, "DurchSicht", Dortmund
Galerie Naumann, "Hyperlink", Stuttgart
2003

Alexa Jansen Galerie, "Heile Welt", Köln (K)
Produzentengalerie im Kavalierhaus, "Sehblick", Langenargen
Kleine Galerie, "Standflächen", Coburg

2004

Kunstverein Radolfzell, Villa Bosch, "Übergänge", Radolfzell
Galerie Michael Schmalfuss, "Doppelleben", (mit M. Lauterjung), Marburg
Galerie der Stadt Sindelfingen, "von den Dingen, über die Dinge", Sindelfingen (K)
"Dinge", Gierig Kunstprojekte, Baker & McKenzie, Frankfurt (K)
"weltähnlich", Kunstverein Biberach, Komödienhaus, Biberach

2005 Galerie Naumann, "Leerraumhüllen", Stuttgart
Kunsthaus Köflach, Malerei und Skulptur, Köflach, Österreich
50 Jahre Künstlerbund Baden-Württemberg, Kunst im Heppächer, Esslingen
2006 "Malerei und Skulptur im Dialog", Stoffel & Strunden, Köln
2007 „unbekannter Horizont“, Städtische Sparkasse, Schweinfurt
Galerie Naumann, „Lichtläufer“, Galerienhaus, Stuttgart
„Tagwerk“, Boehringer-Ingelheim, Biberach
„Mondtag und Sternennacht“, Kleiner Markgräflerhof, Basel
2008 „Zwischenräume“, Kunstverein Radolfzell, Villa Bosch, Radolfzell
„Areale“, TTR-Reutlingen, Reutlingen
„Raumkörperhüllen“, Galerie Janzen, Wuppertal
2009 "Aus malerischer Sicht", Kunstverein Pforzheim im Reuchlinhaus (mit Michael Jäger)
"Lichtläufer", Kunstmuseum Heidenheim (K)
"update.", Galerie der Stadt Wendlingen am Neckar (K)
2010 "Hier und irgendwo", Kronacher Kunstverein, Kronach (K)
"Fern von China", Galerie Naumann, Stuttgart
2011 „Bilder“, Skadden, Frankfurt am Main
„Jetzt!“, Bürgerhaus Schranne, Giengen an der Brenz

 

Gruppenausstellungen (Auswahl)        (K) = Katalog 

1987 Landeskunstwochen, Prediger, Schwäbisch Gmünd
1989 Künstlerbund Baden-Württemberg, Kunsthalle Mannheim (K)
1990 "Whom", Städtisches Museum, Schwäbisch Gmünd
Künstlerbund Baden-Württemberg, Schwarzes Kloster, Freiburg (K)
1992 Religio", Konkordienkirche, Mannheim (K)
1993 Salon d'Expression Contemporaine, Le Près Saint Gervais, Paris (K)
Künstlerbund Baden-Württemberg, Kunstverein Heidelberg, (K)
"Innenräume", Städtische Galerie "Fähre", Saulgau
1994 Grosse Kunstausstellung, Haus der Kunst, München (K)
1995 "Heidenheimer Dreieck", Kunstmuseum, Heidenheim
"Engel", VbKW, Künstlerhaus Ulm und Zehntscheuer Rottenburg (K)
1997 "Grosse Kunstausstellung, Haus der Kunst, München (K))
1998 "Durban meets Stuttgart", Durban Art Gallery, Durban, Süd-Afrika (K)
"Biennale der zeitgenössischen Druckgrafik", Venedig, Italien (K)
1999 Künstlerbund Baden-Württemberg, Kunstmuseum, Singen (K)
"Die Landschaft", Museum im Prediger, Schwäbisch Gmünd (K)
"Malerei der 90-iger Jahre", KSK Esslingen-Nürtingen, Esslingen (K)
"Grosse Kunstausstellung", Haus der Kunst, München (K)
2001 Künstlerbund Baden-Württemberg, Städtische Galerie, Karlsruhe (K)
"Freie Wahlen", Junge Kunst, Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden (K)
"Kunst und Kur - Ästhetik der Erholung", Kunsthaus, Meran, Italien (K)
2002

Kunstförderung des Landes Baden-Württemberg, Städt. Kunstmuseum Spendhaus, Reutlingen (K)
Vlla Streccius, "Stilleben - Sehnsucht nach den Dingen", Landau/Pfalz (K)
"Kunstpreis der Bernd-Rosenheim-Stiftung", Deutsches Elfenbeinmuseum, Erbach/Odenwald (K)

2003

galerieXprssns, "nachgeschaut", Hamburg
"Heidenheimer Künstler", Landesvertretung, Berlin
"Wohnen mit Kunst - identity-rooms", Städtische Galerie Stadthaus, Ostfildern

2004 "swimming pool - Badefreuden in der Kunst des 20. Jahrhunderts", Kunstmuseum Heidenheim, (K)
Die Welt begreifen", Forum Kunst, Rottweil
"Plan E", E-Werk Hallen für Kunst, Große Halle, Freiburg (K)
2005 "A-Z", Künstlerbund Baden-Württemberg, Städt. Galerie Karlsruhe,(K)
"Der rote Teppich", Temporäres Museum, Kunst im Schloß, Untergröningen, (K)
"Fluß", Galerie Netuschil, Darmstadt
2006 "Vier im Kreis", Künstlerbund BW , Augustinerklosterkirche Oberndorf/Neckar
"Flower - die Blume in der Zeitgenössischen Kunst", Kunstmuseum Heidenheim
2007 „Art Amsterdam“, Galerie Naumann
Sammelsurium, Forum Kunst Rottweil
"Stadtlich" - urbane Fotografie, Kunstbezirk, Gustav-Siegle-Haus, Stuttgart
„Pool“, Galerie Keim, Bad Cannstatt
2008 “quickblick – die Zeit im künstlerische Kontext“, Stiftskeller, Weinstadt-Beutelsbach
Intelligent Design – Kunst und Spiel, Galerie Naumann, Stuttgart
„Art Amsterdam“, Galerie Naumann, Stuttgart
„Art Karlsruhe“, Galerie Janzen, Wuppertal
„SchauM“, Mannheimer Kunstverein, Jubiläumsausstellung, Mannheim
SpielArt, Große Landesausstellung, Landesgewerbeamt, Karlsruhe
„Ich und Du – Du und ich“, Galerie in der Kulturfabrik, Schopfheim
„Sommer !“, Galerie Skala, in Zusammenarbeit mit Alexa Jansen Galerie, Köln
„2020 Aussichten“, Galerie Brötzinger Art, Pforzheim
„Collection“, Galerie Schlassgoart, Esch-sur-Alzette, Luxemburg
"Das letzte Hemd", Forum Kunst Rottweil, Rottweil
2009 "vier von hier", Galerie im Heppächer, mit A. Eitel, U. Gsell, B. Rehfeldt
"geschenkt und gekauft", 20 Jahre Kunstmuseum Heidenheim, Heidenheim
"Querschnitt - 3 D", Kunstbezirk, Gustav-Siegle-Haus, Stuttgart
"Welthandwerker", maximal, Kunstforum Weil der Stadt, Steinhaus
"Meine Güte", maximal, Kunstbezirk, Gustav-Siegle-Haus, Stuttgart
"4 for one", Südwestbank Stuttgart (mit A. Grunert, P. Hrbek, P. Riek)
"Schau an", Galerie Keim, Stuttgart Bad Cannstatt
2010 "Zeichen", Galerie Volkspark, Halle/Saale (K)
"Oase als Phänomen", Sparkasse Karlsruhe
"100_mehr_satt._", maximal, Kunstbezirk, Gustav-Siegle-Haus, Stuttgart
"Kunst und Gesellschaft", maximal, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
"Glückwunsch, Forum Kunst!", Forum Kunst, Rottweil
"Kammerspiel", Hohenloher Kunstverein, Langenburg
2011 „Stuttgart 21“, Galerie Tobias Schrade, Ulm

 

Zu den Bildern

Auf ein Raster oder Gitter von Vertikalen und Horizontalen legt Thomas Heger Gegenstände. Die Bilder haben eine räumliche Tiefe. Das feine Gefäß, das man beim Betrachten immer wieder fixiert, bildet für den Betrachter eine Art Einstieg in das räumliche Sehen, man assoziiert das Volumen, auch wenn diese Gefäße häufig durch sparsame Konturlinien die Fläche betonen. Weiter wird die Räumlichkeit durch die Bildschichten vorgegeben: Überschneidungen der Horizontalen und Vertikalen und der Ort der Gefäße definieren das Vorne und Hinten des Bildes. Dazu kommt der Blick in die Zwischenräume, durch das Gitter hindurch nach hinten und als weiteres Element die Wirkung der Farbe, die mal signalartig nach vorne wirkt, mal den Blick ins Bild hineinzieht. Diese Bildschichten lenken die Wahrnehmung. Es ist ein Spiel zwischen Tiefe und Fläche, das beim Betrachten angeregt wird. Bezüge zwischen den Bildelementen werden hergestellt, die Gegensätze ausgelotet. Man scheint sich in diesem Bildraum ziellos und doch geordnet zu bewegen, der Blick läuft den Linien entlang in geordneten Bahnen und bricht nach hinten oder vorne aus, wenn er zwischen sie gerät oder sich der Wirkung der Farbe ganz überlässt. Ordnungselemente stellen auch die Gefäße dar. Es sind filigrane, kunstvoll mit Ornamenten überzogene und schön geschwungene Ziergläser, Kristallkaraffen oder auch praktische, profane Glasbecher, die in jedem modernen Kaufhaus zu haben sind. Die Gefäße werden in die Fläche des Bildes eingebracht, treten mit den Linien und Farben in einen Austausch.
Thomas Heger malt Bilder, in denen zahlreiche Analogien angelegt sind und die sehr offen sind für Assoziationen. Die räumliche Tiefe, die Lenkung des Sehens durch das Raster und das optische Driften erinnert an die Bewegung in der modernen Stadt. Die Gefäße schaffen Fixpunkte, die das ziellose Umherschweifen kurzzeitig anhalten, als würde man einen Innenraum, ein Interieur im Kontext dieser Stadt betreten. Über die räumlichen Bezüge hinaus werden auch zeitliche angestoßen, wenn er alte und neue Gefäße benützt, mal einen Goldgrund verwendet oder statt des Glases die Skizze eines kunsthistorisch bekannten Bildes, z.B. von Vermeer, in sein Gefüge von Schichten einfügt. Es ist dann auch ein Spiel mit dem Wertvollen und Banalen, mit der Aura von Kunst, das er inszeniert.
Thomas Hegers Bilder sind offen für solche Assoziationen. Sie stellen sich als Gefühl für die Bewegung und den Raum in der Stadt ein, als analoge, inhaltliche Ebene zu den Farb- und Formebenen im Bild. Seine Position ist eine zeitgenössische, da er typisch für die aktuelle Kunst sich verschiedener historischer Bildsprachen bedient, um in ihrer Kombination zu interessanten, wirkungsvollen Arbeiten zu kommen.

Dr. Berthold Naumann